Vergleich

Solar-Laderegler MPPT im Vergleich: Welcher passt zu Deinen Modulen?

8 Modelle · 10 Quellen · Stand Oktober 2026

Kurz gesagt: Der Laderegler muss zu Deinen Modulen passen: Ihre Leerlaufspannung muss unter seiner Grenze liegen, und sein Ladestrom muss zur Modulleistung passen. Für die meisten Camper mit 200 bis 440 Watt ist ein Victron SmartSolar 100/20 oder 100/30 mit eingebautem Bluetooth die einfachste Wahl, Votronic passt besser in Fahrzeuge mit Votronic- oder EBL-Technik. Achtung: Der Büttner MT 350 PP ist kein MPPT-Regler, sondern ein einfacher PWM-Regler.

Empfehlung je nach Einsatz

Ein Modul bis 200 W

Victron SmartSolar MPPT 75/15

Klein, Bluetooth eingebaut und für bis zu 220 W bei 12 V ausgelegt.

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Zwei bis drei Module, 300 bis 440 W

Victron SmartSolar MPPT 100/30

Deckt die meisten Dächer ab, 100 V Eingang für Reihenschaltung, App eingebaut.

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Großes Dach ab 500 W

Victron SmartSolar MPPT 100/50

Bis 700 W bei 12 V, gleiche App wie die kleinen Modelle.

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Fahrzeug mit EBL oder Votronic-Anzeige

Votronic MPP 440 CI

Passt an CI-Bus und EBL und lädt die Starterbatterie mit bis zu 1,5 A mit.

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Viel Leistung, kleines Budget

Epever Tracer 4210AN

40 A und 520 W bei 12 V, wenn Du auf App und Display verzichten kannst.

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So vergleichen wir: Alle Werte stammen aus den Datenblättern der Hersteller, Testergebnisse nur aus unabhängigen Tests mit Quelle. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet. Die Auswahl richtet sich nicht nach Provision (so bleiben wir unabhängig).

Alle Modelle im Überblick

Tabelle seitlich wischen. k. A. = keine Angabe im Datenblatt gefunden.

ModellLeistungLadenAlltag
RegelverfahrenMax. Leerlaufspannung der ModuleLadestromModulleistung bei 12 VLiFePO4-LadeprogrammZweiter Ausgang StarterbatterieD+-Eingang / MotorerkennungBluetoothLastausgangGewicht
Victron SmartSolar MPPT 75/15MPPT75 V15 A220 Wja, einstellbarneinneinintegriertja, 15 A0,5 kgAmazon
Victron SmartSolar MPPT 100/20-48MPPT100 V20 A290 Wja, einstellbarneinneinintegriertja, 20 A bei 12/24 V0,7 kgAmazon
Victron SmartSolar MPPT 100/30MPPT100 V30 A440 Wja, einstellbarneinneinintegriertnein1,3 kgAmazon
Victron SmartSolar MPPT 100/50MPPT100 V50 A700 Wja, einstellbarneinneinintegriertnein1,3 kgAmazon
Votronic MPP 440 CIMPPT60 V32 A440 Wja, 5 Programmeja, 1,5 Aneinnein, nur über Zubehörnein (AES-Ausgang 0,2 A)0,3 kgAmazon
Büttner MT 350 PPPWM (kein MPPT)28 V22 A350 Wja, 4 Einstellungenja, 1,5 Aneinneinnein (AES-Ausgang 0,2 A)0,2 kgAmazon
Renogy Rover 40AMPPT100 V40 A520 Wjaneinneinoptional (BT-2-Modul)k. A.2 kgAmazon
Epever Tracer 4210ANMPPT100 V40 A520 Wjaneinneinnein, RS485 für Zubehörk. A.1,6 kgAmazon
Was die Werte bedeuten
Regelverfahren
MPPT holt aus den Modulen mehr heraus als ein einfacher PWM-Regler.
Max. Leerlaufspannung der Module
Die Leerlaufspannung aller Module in Reihe muss darunter bleiben, auch bei Kälte.
Ladestrom
Höchster Ladestrom in die Batterie.
Modulleistung bei 12 V
Modulleistung, die der Regler an 12 V verarbeitet. Mehr wird abgeregelt.
LiFePO4-Ladeprogramm
Ladeprogramm für LiFePO4-Batterien.
Zweiter Ausgang Starterbatterie
Lädt die Starterbatterie mit.
D+-Eingang / Motorerkennung
Erkennt, ob der Motor läuft.
Bluetooth
Werte per App ablesen.
Lastausgang
Schaltbarer Ausgang für Verbraucher, mit Schutz vor Tiefentladung.
Gewicht
Zählt zur Zuladung deines Fahrzeugs.

Die Modelle im Einzelnen

Victron SmartSolar MPPT 75/15

Für ein oder zwei kleine Module bis rund 200 W, zum Beispiel im Kastenwagen. Datenblatt

Stärken
  • Bluetooth und App eingebaut, Verlauf der letzten 46 Tage
  • Klein und leicht (0,5 kg)
  • Lastausgang mit Unterspannungsabschaltung
Schwächen
  • Nur bis etwa 220 W Modulleistung bei 12 V
  • Kein Ausgang für die Starterbatterie
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Victron SmartSolar MPPT 100/20-48

Für Anlagen um 200 bis 300 W, bei denen die Module in Reihe geschaltet werden sollen. Datenblatt

Stärken
  • 100 V Eingang: zwei bis drei 12-V-Module in Reihe möglich
  • Bluetooth eingebaut
  • Auch für 24 und 48 V geeignet
Schwächen
  • Mit 290 W bei 12 V schnell zu klein, wenn Du später erweiterst
  • Kein Ausgang für die Starterbatterie
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Victron SmartSolar MPPT 100/30

Für die typische Anlage mit zwei bis drei Modulen und 300 bis 440 W. Datenblatt

Stärken
  • Bis 440 W bei 12 V, das deckt die meisten Wohnmobil-Dächer ab
  • Erkennt laut Victron bei Teilschatten den besten Arbeitspunkt
  • Ohne Lüfter, volle Leistung bis 40 °C
Schwächen
  • Kein Lastausgang und kein Starterbatterie-Ausgang
  • Mit 1,3 kg und 186 mm Breite größer als die kleinen Victron
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Victron SmartSolar MPPT 100/50

Für große Dächer mit 500 W und mehr und eine große Bordbatterie. Datenblatt

Stärken
  • Bis 700 W bei 12 V
  • Gleiches Gehäuse wie der 100/30
  • Anschlussklemmen für 16 mm² Kabel
Schwächen
  • Braucht dicke Kabel und eine große Batterie, sonst lohnt er nicht
  • Kein Lastausgang
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Votronic MPP 440 CI

Für Fahrzeuge mit Votronic- oder EBL-Technik, in denen auch die Starterbatterie mitgeladen werden soll. Datenblatt

Stärken
  • Lädt die Starterbatterie mit bis zu 1,5 A mit
  • CI-Bus und EBL-Ausgang für Anzeigen im Fahrzeug, AES-Ausgang schaltet passende Kühlschränke von Gas auf 12 V
  • Klein und leicht, in Deutschland gefertigt
Schwächen
  • Nur 60 V Eingang, zwei 23-V-Module in Reihe sind schon zu knapp
  • Bei LiFePO4 ist der Temperatursensor Pflicht (Zubehör)
  • Einzelne frühe Geräte der CI-Serie fielen aus, laut Votronic per Firmware behoben
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Büttner MT 350 PP

Als Ersatz in älteren Anlagen mit klassischen 36-Zellen-Modulen, nicht für einen Neubau. Datenblatt

Stärken
  • Sehr klein und leicht (165 g)
  • Starterbatterie-Ausgang und EBL-Messausgang
  • Vier LiFePO4-Kennlinien von 14,2 bis 14,7 V
Schwächen
  • Kein MPPT: Modulstrom gleich Ladestrom, die Mehrspannung moderner Module geht verloren
  • Nur Module unter 28 V Leerlaufspannung, also keine Reihenschaltung
  • Kein Bluetooth, keine App
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Renogy Rover 40A

Für große Anlagen mit kleinem Budget, wenn Platz für das Gehäuse da ist. Datenblatt

Stärken
  • 40 A und bis 520 W bei 12 V
  • Temperaturfühler im Lieferumfang
  • 3 Jahre Garantie
Schwächen
  • Mit 2 kg und 24 cm Breite groß und schwer
  • Bluetooth nur mit Zusatzmodul
  • Eigenverbrauch bis 100 mA bei 12 V, mehr als bei Victron oder Votronic
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Epever Tracer 4210AN

Für Bastler mit großer Anlage, die auf App und Komfort verzichten können. Datenblatt

Stärken
  • 40 A und 520 W bei 12 V zum kleinen Preis
  • 100 V Eingang, bei 25 °C laut Epever 92 V
  • Viele Varianten von 10 bis 40 A
Schwächen
  • Für App oder Fernanzeige brauchst Du Zubehör an der RS485-Buchse
  • 1,65 kg und 25 cm breit
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Was ein MPPT-Regler macht

Ein Solarmodul liefert seine volle Leistung nur bei einer bestimmten Spannung, dem Punkt der höchsten Leistung (Maximum Power Point, kurz MPP). Bei einem 12-V-Modul liegt er meist bei 18 bis 24 Volt, die Batterie will aber etwa 13 bis 14,5 Volt. Ein MPPT-Regler sucht ständig diesen besten Punkt und wandelt die überschüssige Spannung in mehr Ladestrom um. Votronic und Victron nennen dafür bis zu 30 Prozent mehr Ertrag als bei einfachen Reglern, vor allem an kühlen oder trüben Tagen.

Ein PWM-Regler schaltet das Modul dagegen nur an und aus. Der Strom bleibt gleich, die höhere Spannung geht verloren. Genau so arbeitet die Büttner-PP-Serie: Dometic bezeichnet den MT 230 PP als PWM-Regler, und in der gemeinsamen Anleitung der Serie ist der Modulstrom gleich dem Ladestrom. Für einen Neubau mit modernen Modulen raten wir deshalb zu einem MPPT-Regler.

Die drei Zahlen, auf die es ankommt

  • Maximale Leerlaufspannung: Die Summe der Voc aller Module in Reihe muss darunter liegen, mit 10 bis 15 Prozent Reserve für kalte Tage. Victron: 75 oder 100 V, Votronic MPP CI: 60 V, Büttner PP: unter 28 V.
  • Ladestrom: Faustregel: Modulleistung in Watt geteilt durch etwa 14 ergibt den Ladestrom in Ampere. 440 W geteilt durch 14 sind gut 30 A, also passt ein 30-A-Regler.
  • Modulleistung bei 12 V: Diese Angabe nennen die Hersteller direkt, zum Beispiel 440 W beim Victron 100/30. Hängt mehr dran, begrenzt der Regler laut Victron einfach die Leistung.

Victron weist im Datenblatt noch auf eine Besonderheit hin: Die Modulspannung muss mindestens 5 Volt über der Batteriespannung liegen, damit der Regler startet. Bei Faltmodulen mit niedriger Spannung kann das an trüben Tagen knapp werden. Welche Leistung Du überhaupt brauchst, erklärt wie viel Watt Solar, den Ertrag rechnet der Solarrechner aus.

Module in Reihe oder parallel?

In Reihe geschaltet addieren sich die Spannungen. Das hält die Ströme klein und erlaubt dünnere Kabel, braucht aber einen Regler mit hoher Eingangsspannung. Zwei Module mit 28 V Leerlaufspannung ergeben 56 V. Für einen Victron 100/30 ist das kein Problem, für einen Votronic MPP CI mit 60 V Grenze ist es zu knapp. Parallel geschaltet addieren sich die Ströme, die Spannung bleibt gleich. Dann reicht auch ein 60-V-Regler. Mehr dazu unter Module in Reihe oder parallel.

Bluetooth, Anzeige und Starterbatterie

Alle SmartSolar-Regler von Victron haben Bluetooth eingebaut. In der App siehst Du Ertrag, Ladestrom und den Verlauf der letzten Wochen. Votronic setzt stattdessen auf Anzeigen im Fahrzeug: Über CI-Bus und EBL-Ausgang erscheint der Solarstrom auf dem Bedienpanel vieler Wohnmobile. Renogy und Epever brauchen für die Handy-Anzeige ein Zusatzmodul.

Votronic und Büttner haben einen zweiten Ausgang, der die Starterbatterie mit bis zu 1,5 A erhält. Das ist praktisch, wenn das Fahrzeug lange steht. Bei Victron brauchst Du dafür ein zusätzliches Gerät.

D+ und Ladebooster

Keiner der Regler hier hat laut Datenblatt einen D+-Eingang. Das D+-Signal zeigt an, dass der Motor läuft. Es ist wichtig für den Ladebooster und den Kühlschrank, nicht für den Solarregler. Solar und Ladebooster dürfen gleichzeitig laden, Votronic und Büttner nennen dafür einen eingebauten Bordnetzfilter für den Parallelbetrieb.

Lithium-Batterie

Alle Regler im Vergleich haben ein Ladeprogramm für LiFePO4. Bei Votronic ist für die Lithium-Kennlinie der Temperatursensor Pflicht, ohne ihn lädt der Regler nicht. Laut Votronic schützt er die Batterie so vor allem bei Kälte. Wie groß die Batterie sein sollte, zeigt der Batterie-Rechner.

Gibt es unabhängige Tests?

Einen aktuellen Vergleichstest von Solarreglern mit Messwerten haben wir bei promobil und Reisemobil International nicht gefunden. Im Modultest von promobil 2024 lief als Messregler ein Victron SmartSolar 75/15, das ist aber kein Test des Reglers selbst. Unsere Tabelle stützt sich deshalb auf die Herstellerdatenblätter.

Häufige Fragen

Welcher MPPT-Regler passt zu 200 Watt Solar?

Bei 12 V brauchst Du rund 15 A Ladestrom. Ein Victron SmartSolar 75/15 ist laut Victron für 220 W bei 12 V ausgelegt. Willst Du später erweitern, nimm gleich den 100/20 oder 100/30.

Lohnt sich MPPT gegenüber PWM?

Ja, bei modernen Modulen fast immer. MPPT wandelt die höhere Modulspannung in mehr Ladestrom um. Votronic und Victron nennen bis zu 30 Prozent mehr Ertrag. PWM-Regler wie der Büttner MT 350 PP nutzen diese Spannung nicht.

Was passiert, wenn die Module zu viel Spannung haben?

Liegt die Leerlaufspannung über der Grenze des Reglers, kann er kaputtgehen. Victron warnt außerdem vor zu hohem Kurzschlussstrom. Plane bei der Leerlaufspannung 10 bis 15 Prozent Reserve für kalte Tage ein.

Darf ich mehr Modulleistung anschließen, als der Regler kann?

Victron erlaubt das: Der Regler begrenzt dann einfach die Leistung. Spannung und Kurzschlussstrom müssen trotzdem in den Grenzen bleiben.

Brauche ich Bluetooth am Laderegler?

Nicht zwingend, aber es hilft sehr. Mit der App siehst Du, ob Deine Anlage im Alltag genug liefert. Victron hat es eingebaut, bei Renogy und Votronic brauchst Du Zubehör oder eine Anzeige im Fahrzeug.

Quellen

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