Für Einsteiger

Dein erstes Wohnmobil: Schritt für Schritt planen

8 Schritte · 47 Quellen · Stand Oktober 2026

Kurz gesagt: Ein Wohnmobil ist eine große Anschaffung, und viele Fragen hängen zusammen: Welcher Typ passt, was darfst du mit deinem Führerschein fahren, wie viel darfst du einpacken und was kostet das alles im Jahr? Diese Anleitung führt dich in acht Schritten vom ersten Mietwagen bis zum Gebrauchtkauf. Zu jedem Schritt findest du typische Zahlen, häufige Fehler, einen passenden Rechner und weiterführende Antworten mit Quellen.

1Mieten oder kaufen: erst einmal testen

Bevor du 40.000 Euro oder mehr ausgibst, miete ein Wohnmobil für eine Woche. Das ADAC-Portal PiNCAMP rät gerade kompletten Einsteigern dazu. So merkst du, ob dir diese Art zu reisen liegt und welcher Grundriss zu dir passt. Mit Grundriss ist die Aufteilung innen gemeint: wo Bett, Bad, Küche und Sitzgruppe liegen.

  • Mietpreise: Roadsurfer nennt als Basispreis etwa 55 bis 70 Euro am Tag für einen Campervan, 70 bis 90 Euro für einen Kastenwagen und 80 bis 150 Euro für ein großes Wohnmobil. Mit Extras wie Versicherung, Kilometern und Reinigung liegst du laut Roadsurfer meist 20 bis 40 Prozent darüber.
  • Saison: promobil hat im Januar 2026 Beispiele gesammelt. Ein VW California kostete bei Roadsurfer im Januar rund 69 Euro am Tag, im Juli und August rund 179 Euro. McRent verlangt in Deutschland je nach Saison eine Mindestmietdauer von 5 bis 10 Tagen.
  • Kauf: Ein eigener Wagen kostet auch im Stand Geld. In unserem Rechenbeispiel mit einem gebrauchten Kastenwagen für 45.000 Euro, fünf Jahre behalten, rechnet sich der Kauf gegenüber Miete in der Nebensaison erst ab etwa 67 Reisetagen im Jahr, bei Miete in den Sommerferien ab etwa 34 Tagen.

Häufiger Fehler: nur Kaufpreis und Tagesmiete vergleichen. Steuer, Versicherung, Prüfungen, Stellplatz und Wertverlust gehören mit in die Rechnung (mehr dazu in Schritt 6).

Mieten oder kaufen rechnen

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2Fahrzeugtyp wählen: vom Bulli bis zum Integrierten

Wohnmobile werden nach Bauart unterschieden. Die Zahlen stammen aus einer Übersicht der Auto Zeitung (Juli 2024). Die Preise sind Neupreise ab, gebraucht geht es deutlich günstiger.

  • Kompakt-Campingbus (Bulli): 4,90 bis 5,40 m lang, 2.700 bis 3.140 kg zulässige Gesamtmasse, 2 bis 4 Schlafplätze, ab etwa 45.000 Euro. Fährt sich fast wie ein Pkw und passt in viele Parkhäuser. Meist ohne richtiges Bad und mit wenig Stehhöhe.
  • Kastenwagen (Campervan): ein ausgebauter Transporter, 5,40 bis 6,80 m, ab 3.300 kg, ab etwa 40.000 Euro. Stehhöhe, Bad und feste Betten, der Wohnraum ist aber eng.
  • Teilintegriert: Das Fahrerhaus stammt vom Basisfahrzeug, dahinter sitzt ein eigener Wohnaufbau. 6 bis 8 m, ab 3.500 kg, ab etwa 55.000 Euro. Viel Platz und Stauraum, das Fahrerhaus ist schlechter isoliert.
  • Alkoven: mit einem Bett über dem Fahrerhaus, 4 bis 7 Schlafplätze, ab etwa 60.000 Euro. Gut für Familien, aber hoher Verbrauch und empfindlich bei Seitenwind.
  • Integriert (Vollintegriert): Fahrerhaus und Aufbau aus einem Guss, 6 bis 9 m, 3.500 bis 6.700 kg, ab etwa 60.000 Euro. Viel Komfort, aber groß und schwer.

Führerschein: Mit Klasse B darfst du nach § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung Fahrzeuge bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse fahren. Es zählt der Wert in den Papieren, nicht was der Wagen gerade wiegt. Darüber brauchst du C1 oder die alte Klasse 3. Eine EU-Regel, nach der Klasse B für Wohnmobile bis 4.250 kg reicht, ist beschlossen. In Deutschland soll sie nach dem Entwurf des Verkehrsministeriums aber erst ab November 2029 gelten, und nur mit mindestens sieben Stunden Schulung.

Verbrauch: Auf der promobil-Testrunde brauchen Kastenwagen 9 bis 10 Liter Diesel auf 100 km, Alkoven gut 12 bis 13 Liter.

Häufiger Fehler: nach Prospektfotos entscheiden. Setz dich im Mietfahrzeug oder auf der Messe in jede Ecke und leg dich ins Bett. PiNCAMP nennt für ein Doppelbett mindestens 190 mal 135 cm.

Zuladung je Fahrzeug prüfen

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3Gewicht und Zuladung prüfen

Zuladung ist das, was du noch einpacken darfst: zulässige Gesamtmasse minus Leergewicht. Beides steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem früheren Fahrzeugschein. Das Leergewicht heißt dort Masse in fahrbereitem Zustand und steht in Feld G. Die zulässige Gesamtmasse findest du in Feld F.2 (Fahrzeug-Zulassungsverordnung, Anlage 6).

  • Was schon drin ist: Nach EU-Verordnung 1230/2012 enthält das Leergewicht einen Fahrer mit 75 kg und einen zu 90 Prozent vollen Tank. Laut ADAC kommen Gasflaschen, Bordwerkzeug und eine vom Hersteller festgelegte Menge Wasser dazu. Beifahrer, Gepäck, Fahrräder, nachgerüstete Markise und jeder weitere Liter Wasser gehen von der Zuladung ab.
  • Toleranz: Bei Wohnmobilen darf das echte Leergewicht bis zu 5 Prozent vom angegebenen Wert abweichen. Bei 3.150 kg sind das gut 150 kg.
  • Typische Gewichte: Ein Liter Wasser wiegt ein Kilo. Eine gefüllte 11-kg-Gasflasche aus Stahl wiegt laut promobil rund 24 kg, eine Markise laut ADAC 50 kg oder mehr.
  • Maßstab: promobil bewertet unter 100 kg Zuladung pro Person als schlecht, über 200 kg als gut. Der ADAC hat 3,5-Tonner mit 475 kg Reisegewicht für eine Familie verglichen, mehrere lagen damit schon über der Grenze.

Am Ende zählt nur die Waage. Fahr voll beladen auf eine Fahrzeugwaage, etwa bei TÜV, DEKRA oder in einem Kieswerk, und lass die Achsen einzeln wiegen. Ratgeber nennen dafür 5 bis 15 Euro. Auch eine einzelne Achse kann überladen sein, zum Beispiel durch Fahrräder am Heck. Das prüfst du mit dem Fahrradträger-Rechner.

Häufiger Fehler: mit dem Prospektgewicht rechnen. Überladung kostet in Deutschland bei Fahrzeugen bis 7,5 t zwischen 10 und 235 Euro, ab mehr als 20 Prozent gibt es zusätzlich einen Punkt.

Zuladung berechnen

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4Strom: Batterie, Solar und Landstrom

Im Wohnmobil gibt es zwei Stromnetze. 12 Volt kommen aus der Aufbaubatterie und versorgen Licht, Wasserpumpe und oft den Kühlschrank. 230 Volt bekommst du über Landstrom, also das Kabel zur Stromsäule am Platz, oder über einen Wechselrichter, der aus 12 Volt Haushaltsstrom macht. Wie viel Technik du brauchst, hängt davon ab, ob du meist mit Kabel auf dem Campingplatz stehst oder frei.

  • Verbrauch zuerst: Watt mal Stunden ergibt Wattstunden (Wh). Ein autarker Sommertag ohne 230-Volt-Großgeräte kommt auf rund 800 Wh, eine elektrische Kaffeemaschine verdoppelt das schnell.
  • Batterie: LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat) gibt 80 bis 90 Prozent ihrer Kapazität her, Blei (AGM oder Gel) nur etwa 50 bis 60 Prozent. Im promobil-Test lieferte eine 110-Ah-LiFePO4 volle 110 Ah, eine 120-Ah-AGM nur 72 Ah. Für 720 Wh am Tag und zwei Tage ohne Nachladen reichen rechnerisch rund 125 Ah Lithium, im Handel nimmst du dann 150 Ah.
  • Solar: Tagesverbrauch geteilt durch die Sonnenstunden im schwächsten Reisemonat, das Ergebnis geteilt durch 0,75. Paare mit Kompressorkühlschrank landen meist bei 200 bis 400 Wp. Wp heißt Watt peak, die Nennleistung des Moduls. Im Dezember bringt ein flach liegendes Modul nur etwa ein Zehntel des Juni-Ertrags.
  • Landstrom: Die Säulen auf Campingplätzen sind mit 4 bis 16 Ampere abgesichert. Ampere mal 230 Volt ergibt die Leistung, die alle Geräte zusammen ziehen dürfen, bei 6 A also 1.380 Watt. Als Kabel empfehlen promobil und PiNCAMP den Typ H07RN-F 3G2,5 mit höchstens 25 m Länge.

Häufiger Fehler: erst kaufen, dann rechnen. Steht in einer Anzeige nur Solaranlage, frag nach Modulleistung, Batterietyp und Kapazität. Welche Lithium-Batterien es gibt, zeigt unser LiFePO4-Vergleich.

Solar und Batterie berechnen

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5Wasser, Gas und Toilette

Wie lange du ohne Ver- und Entsorgung auskommst, entscheiden meist Wasser und Toilette, im Winter auch das Gas.

  • Frischwasser: Sparsam reichen 10 bis 20 Liter pro Person und Tag, mit täglicher Dusche eher 40 Liter. Ein 100-Liter-Tank hält zu zweit ohne Dusche etwa zwei bis vier Tage, mit täglicher Dusche gut einen.
  • Abwasser: Fast alles, was du zapfst, landet als Grauwasser (Wasser aus Spüle und Dusche) im Abwassertank. Ist der kleiner als der Frischwassertank, ist er zuerst voll. In der promobil-Leserumfrage war das bei den meisten Fahrzeugen so. Abwasser gehört an die Entsorgungsstation, nie in den Gully oder auf den Boden.
  • Gas: Eine 11-kg-Flasche hält im Sommer mit Kühlschrank, Kochen und Warmwasser rechnerisch rund 18 Tage, im Winter mit Heizung nur 3 bis 4 Tage. In Frankreich, Portugal, Großbritannien und meist auch Italien wird die deutsche Flasche weder getauscht noch gefüllt. Dort brauchst du eine Leihflasche und ein Adapter-Set.
  • Toilette: Eine Kassettentoilette sammelt alles in einem Behälter mit meist 17,5 bis 19 Litern, laut promobil spätestens nach 4 Tagen zu leeren. Eine Trenntoilette sammelt Urin und Feststoffe getrennt. Den Urin kannst du in jede normale Toilette gießen, die Feststoffe halten 10 bis 14 Tage.

Häufiger Fehler: nur auf den Frischwassertank schauen. Rechne Frischwasser, Abwasser, Toilette und Gas getrennt. Der kleinste Wert bestimmt, wie lange du stehen kannst.

Autarkie berechnen

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6Kosten pro Jahr einplanen

Ein Wohnmobil kostet auch Geld, wenn es in der Einfahrt steht. Die ADAC Autovermietung nennt grobe Spannen pro Jahr, die Pflichttermine stehen im Gesetz.

  • Kfz-Steuer: Sie richtet sich nach § 9 Kraftfahrzeugsteuergesetz nach Gesamtgewicht, gezählt in angefangenen 200-kg-Stufen, und nach Schadstoffklasse. Ein 3,5-Tonner mit S 4 oder besser zahlt 240 Euro im Jahr.
  • Versicherung: 500 bis 1.200 Euro für Haftpflicht mit Teil- oder Vollkasko. Die reine Haftpflicht gibt es laut Finanztip ab rund 80 Euro.
  • Wartung und Stellplatz: Wartung 300 bis 600 Euro, Reparaturen 200 bis 800 Euro, Stellplatz oder Garage 300 bis 1.200 Euro.
  • Hauptuntersuchung (HU): bis 3,5 t laut TÜV Rheinland erstmals nach 36 Monaten, danach alle 24 Monate.
  • Gasprüfung: Seit dem 19. Juni 2025 muss jede Flüssiggasanlage nach § 60 StVZO alle 24 Monate nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 607 geprüft werden. Quellen nennen etwa 30 bis 80 Euro.
  • Dichtigkeitsprüfung: Gesetzlich ist sie nicht vorgeschrieben. Fast alle großen Hersteller verlangen sie aber einmal im Jahr, sonst verfällt die Garantie gegen Wasserschäden am Aufbau. Rechne mit 50 bis 200 Euro.

In unserem Rechenbeispiel, ein gebrauchter Kastenwagen für 50.000 Euro, kommen so rund 2.800 Euro laufende Kosten im Jahr zusammen. Mit 8 Prozent Wertverlust sind es rund 6.800 Euro, Sprit und Campingplätze noch nicht eingerechnet. Ein Saisonkennzeichen spart Steuer und oft Versicherung, wenn der Wagen im Winter auf Privatgrund steht.

Häufiger Fehler: den Wertverlust vergessen. Ratgeber nennen für das erste Jahr 10 bis 20 Prozent, danach 5 bis 10 Prozent jährlich.

Jahreskosten im Kostenrechner eintragen

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7Die erste Reise planen

Für die erste Tour reicht eine Strecke von wenigen Stunden mit einem gebuchten Platz am Ziel. So lernst du Fahrzeug, Wasser und Entsorgung in Ruhe kennen. Was die Reise insgesamt kostet, zeigt der Reisekosten-Rechner.

  • Tempo: Bis 3,5 t fährst du in Deutschland wie ein Pkw, auf der Autobahn gilt die Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Darüber sind es 80 km/h außerorts und 100 km/h auf der Autobahn. Langsam fahren spart: Ein Teilintegrierter brauchte im promobil-Test bei 85 km/h Schnitt 9,3 Liter, bei 105 km/h 11,9 Liter.
  • Maut: Es gibt Vignetten (für einen Zeitraum), Streckenmaut (nach Kilometern) und Sondermaut für Tunnel, Brücken und Pässe. Für Wohnmobile zählt meist die 3,5-Tonnen-Grenze, in Frankreich zusätzlich die Höhe ab 3 Metern. Über 3,5 t brauchst du in Österreich statt der Vignette eine GO-Box.
  • Übernachten: Ein Stellplatz ist ein Parkplatz für Wohnmobile, oft mit Wasser und Entsorgung. Laut promobil sind Stellplätze in Deutschland im Schnitt 10 bis 15 Euro günstiger als Campingplätze, die für zwei Personen fast 40 Euro kosten. ACSI nennt für die Hochsaison 2026 einen Europa-Schnitt von 38,60 Euro für zwei Erwachsene, zwei Kinder, Strom und Kurtaxe.
  • Freistehen: In Deutschland darfst du eine Pause zum Ausschlafen machen, wo Parken erlaubt ist. Stehen Stühle, Tisch oder Markise draußen, gilt das als Campen, und das ist an vielen Orten verboten. Im Ausland entscheiden oft Region und Gemeinde, maßgeblich ist das Schild vor Ort.

Häufiger Fehler: das skandinavische Jedermannsrecht auf das Wohnmobil übertragen. Es gilt laut mehreren Quellen für das Zelt, nicht automatisch für das Wohnmobil.

Maut für deine Route berechnen

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8Gebrauchtkauf: der Check vor der Unterschrift

Ein Gebrauchter spart Geld. PiNCAMP hält ihn aber eher für erfahrene Käufer geeignet, nimm also zur Besichtigung jemanden mit, der sich auskennt.

  • Feuchtigkeit zuerst: Achte auf muffigen Geruch, Stockflecken unter Matratzen und Spuren an Dachhauben und Fenstern. Eindringendes Wasser führt laut ADAC zu Schimmel, aufquellendem Holz und Kurzschlüssen. Fachleute messen mit einem Feuchtemessgerät, Hymer und Dethleffs nennen 20 Prozent Feuchte als Grenze.
  • Papiere: gültige Gasprüfung mit Prüfbescheinigung, HU-Bericht, Scheckheft und die Nachweise der Dichtigkeitsprüfungen.
  • Reifen: Das Alter steht in den letzten vier Ziffern der DOT-Nummer auf der Reifenflanke, etwa 1123 für Woche 11 im Jahr 2023. Continental rät, Wohnmobilreifen nach sechs, spätestens acht Jahren zu ersetzen, auch bei gutem Profil.
  • Zuladung und Technik: Gebrauchte sind oft schwer nachgerüstet. Der ADAC rät, im Zweifel vor dem Kauf auf die Waage zu fahren. Frag nach Batterietyp und Kapazität und prüf, ob sie zu deinem Verbrauch passen.
  • Vertrag: Was der Verkäufer zusichert, gehört schriftlich in den Kaufvertrag. Ein Händler haftet laut ADAC mindestens ein Jahr für Sachmängel, bei privaten Verkäufen kann die Haftung ausgeschlossen sein.

Häufiger Fehler: die Besichtigung in Eile und bei trockenem Wetter. promobil rät, Feuchte nach Regen zu messen, dann zeigen sich undichte Stellen eher.

Gewicht des Gebrauchten prüfen

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Häufige Fragen

Welches Wohnmobil ist für Anfänger am besten?

Eine Bauart für alle gibt es nicht. Zu zweit sind Kastenwagen beliebt, weil sie wendig sind und meist unter 3,5 t bleiben, sodass Klasse B reicht. Familien brauchen eher einen Alkoven oder Teilintegrierten mit mehr Schlafplätzen. Am sichersten findest du es heraus, wenn du vorher zwei Bauarten mietest.

Welchen Führerschein brauche ich fürs Wohnmobil?

Mit Klasse B darfst du Wohnmobile bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse fahren, maßgeblich ist der Wert in den Papieren. Darüber brauchst du C1 oder die alte Klasse 3, die bis 7,5 t gilt. Die geplante Erweiterung von Klasse B auf 4.250 kg soll in Deutschland nach aktuellem Entwurf erst ab November 2029 gelten.

Was kostet ein eigenes Wohnmobil im Jahr?

Rechne mit grob 2.000 bis 3.500 Euro laufenden Kosten für Steuer, Versicherung, Wartung, Prüfungen und Stellplatz. Dazu kommt der Wertverlust, bei Neufahrzeugen oft der größte Posten. Wenn du nur wenige Wochen im Jahr unterwegs bist, ist Mieten meist günstiger.

Neu oder gebraucht kaufen?

Gebraucht sparst du Geld und kannst sofort losfahren, musst aber Feuchtigkeit, Rost, Reifenalter und Papiere genau prüfen. Bei einem Neufahrzeug rät PiNCAMP, auf genug Motorleistung und die neueste Schadstoffklasse zu achten. Beim Händler hast du außerdem mindestens ein Jahr Gewährleistung.

Wie viel Zuladung sollte mein Wohnmobil haben?

promobil bewertet weniger als 100 kg Zuladung pro Person als knapp und mehr als 200 kg als gut. Zwei Personen mit Fahrrädern, Wasser und Gepäck brauchen schnell 300 kg und mehr. Wiege dein Fahrzeug beladen, bevor du dich darauf verlässt.

Quellen